Konfirmandinnen und Konfirmanden entdecken das Gebet

Nachricht Wathlingen, 08. September 2026

Konfirmandinnen und Konfirmanden entdecken das Gebet

Wathlingen. Im Konfirmandenunterricht der Kirchengemeinde  haben sich die Jugendlichen in dieser Woche mit einer grundlegenden Frage beschäftigt: Wie kann man eigentlich beten?

Dabei lernten die Konfirmandinnen und Konfirmanden verschiedene Gebetsformen kennen und probierten sie ganz praktisch aus.

Für das Dankgebet bastelten sie Seerosen, die sich – aufs Wasser gelegt – langsam öffneten.
Zum Bitten (Bittgebet) zündeten sie Kerzen am Fürbittleuchter an und formulierten dazu ihre eigenen Anliegen.

Und für das Klagegebet entstand etwas Bleibendes:
Angelehnt an die berühmte Klagemauer in Jerusalem bauten die Jugendlichen gemeinsam eine eigene „Klagemauer".

Statt aus Steinquadern ist die Mauer aus zahlreichen gesammelten Schuhkartons entstanden, die zu einer Wand aufgeschichtet wurden.
Zwischen den „Steinen" bleibt überall Platz für kleine Zettel.

Ein gestaltetes Plakat lädt alle Besucherinnen und Besucher ein:
„Was möchten Sie Gott anvertrauen?

Schreiben Sie Ihre Bitte, Ihren Wunsch oder Ihre Klage auf einen Zettel und stecken Sie diesen zwischen die ‚Steine'."
Jeder Zettel bleibt dabei anonym! Niemand außer der schreibenden Person selbst wird ihn lesen.

Gerade das Klagegebet trifft einen wichtigen Punkt:
Es gibt so vieles, was uns Angst macht und wo wir uns hilflos fühlen. Auch diese Dinge dürfen wir – im Vertrauen auf Gottes Beistand – zu ihm bringen.
Genau dafür schufen die Jugendlichen einen Ort, der weit über den Unterricht hinaus wirkt.

Die Klagemauer steht ab sofort in der Kirche und ist während der Öffnungszeiten für alle zugänglich.
Wer möchte, ist herzlich eingeladen, einen eigenen Zettel zu schreiben und ihn zwischen die „Steine" zu stecken – ganz gleich, ob als Dank, als Bitte oder als Klage.